Foto: Schöppenstedtds Bürgermeisterin Andrea Föniger brachte ihre Bedenken und Vorstellungen bei einem bundesweiten Online-Seminar ein.
„Der ländliche Raum muss mehr Mitsprache und Einfluss erhalten“
Andrea Föniger bei Seminar zur Gesundheitsversorgung
Die Gesundheitsversorgung steht besonders in ländlichen Regionen, wie auch im Kreis Wolfenbüttel, vor besonderen Herausforderungen. Wie können Arztpraxen, Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen wirtschaftlich tragfähig bestehen und gleichzeitig die wohnortnahe und möglichst umfassende Versorgung aller Anwohner gewährleisten? Wie viele Patienten kann eine Praxis behandeln? Welche Bürokratie ist mit der Gesundheitsvorsorge verbunden? Wie erklären sich die gestiegenen Kosten in Praxen und Krankenhäusern? Welche Wegstrecken sind für Patienten zumutbar? Wie steht es mit der Ausbildung von Medizinern und Pflegekräften? Kann die Einrichtung einer entsprechend professionelle Bedarfsplanung und ein innovative Versorgungskonzepte den Konflikt entschärfen? An einem mehrstündigen Online-Seminar nahm dazu Schöppenstedts Bürgermeisterin Andrea Föniger jetzt teil und diskutierte mit Vertretern vom Deutscher Städte u. Gemeindebund, vom AOK Bundesverband, des DBFK (Berufsverband f. professionell Pflegende in Deutschland), dem Robert-Bosch-Institut, vom DorfGesund Zarges Beratungsdienst, Mitgliedern des Bundestags sowie Städtebürgermeistern. Dabei wurde u.a. auch über sogenannte eNurses gesprochen. In derzeitigen Einsatzprojekten gibt es bereits solch ausgebildet medizinische Fachangestellte mit Zusatzweiterbildung, die als Bindeglied von Arztpraxen z.B. chronische Kranke bei Hausbesuchen betreuen. „Man bekommt bei solchen Gesprächstermine gute Einblicke und das Gefühl für die vielen Unebenheiten in diesem so wichtigen Sektor. Besonders wir als ländliche Kommune müssen uns aktiv in diese Diskussionen einbringen, um zu versuchen vorteilhafte Lösungen für uns zu finden“, so Andrea Föniger.