Foto1: Der Demonstrationszug führte zu Beginn durch Schöppenstedt.
Foto2: Bürgermeisterin Andrea Föniger wies die Teilnehmer auf das Verhalten bei der Lichter-Demo hin.
Foto3: Mehrere Hundert Menschen waren der Aufforderung vieler Vereine u. Institutionen zu einer Lichter-Demo gefolgt.
Foto4: Bürgermeisterin Andrea Föniger kündigte die jeweiligen Redebeiträge an.
Foto5: Musikalische Begleitung von der großen Flewo-Bühne durch „Die Achtgroschenbande“.
Hunderte Menschen zeigen in Schöppenstedt Rückgrat
Lichter-Umzug und Kundgebung für Demokratie
Ein gemeinsames Singen des Müller-Westernhagen-Songs „Freiheit“ ließ mehrere Hundert Besucher der Lichter-Demo in Schöppenstedt noch einmal lauthals applaudieren. Das Lied bildete den Abschluss einer Kundgebung für Demokratie und gegen jeglichen Populismus und damit einher gehende Angst, Wut und Empörung. Mehrere hundert Menschen hatten sich dazu auf dem Schöppenstedter Marktplatz versammelt. Redner aus verschiedensten Bereichen sprachen zu den Teilnehmern, von den viele Lichter, Lampen und Kerzen, sowie Transparente und Schilder mitgebracht hatten. Diakon Jens Tamme, der auch mit für den erkrankten Propst Martin Cachej sprach, Melanie Sperr-Wilke vom Kirchenvorstand Dreieinigkeit, Iryna Olschak vom Sprachkurs des Bildungszentrums Wolfenbüttel, der Vorsitzende des Ackerfests und Sprecher des SchelmNets Sebastian Niehoff, Freyer Rosenthal und Emil Schultze für das Jugendparlament Wolfenbüttel, sowie Sabine Resch-Hoppstock vom Bündnis gegen Rechtspopulismus beschrieben das demokratische Selbstverständnis und beschworen das gemeinsam, demokratische Zusammenleben und riefen die Besucher in zu Toleranz, Menschlichkeit und ein Einstehen für die Demokratie auf. Die Ansprachen wurden vielfach von lautstarkem Applaus unterbrochen. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Musikband „Die Achtgroschenbande“ unterhaltsam begleitet. An Getränke- und Imbissstand sowie den Feuerschalen trotzen die Teilnehmer den kalten Temperaturen. Begonnen hatte die Kundgebung mit einem eindrucksvollen Lichterzug durch Schöppenstedt, der durch die Polizei und die Freiwillige Feuerwehr Schöppenstedt, sowie einen Sicherheitsdienst gesichert wurde. Bürgermeisterin Andrea Föniger, die die Kundgebung moderierte, gab sich sehr zufrieden mit dem Ablauf: „Trotz der kalten Temperaturen und der etwas ungewöhnlichen Zeit war es erneut eine eindrucksvolle Veranstaltung. Schöppenstedt hat wieder ein klares Zeichen für unsere gelebte Demokratie und gegen populistisches Gedankengut gesetzt.“